Film mit KI: vom Werkzeug zur eigenen Haltung - Wochenend-Workshop für Einsteiger*innen und Neugierige
Künstliche Intelligenz verändert gerade nicht nur einzelne Werkzeuge, sondern den gesamten kreativen Prozess. Recherche, Ideenentwicklung, Schreiben, Bildgestaltung und inzwischen auch Bewegtbild können miteinander verbunden und durch KI unterstützt werden. Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten – aber auch eine entscheidende Frage: Wie nutzt man diese Systeme, ohne am Ende das zu produzieren, was auch jeder andere mit denselben Werkzeugen erzeugen könnte?
Genau darum geht es in diesem Wochenend-Workshop.
Wir betrachten KI nicht als Ideenmaschine, die uns fertige Ergebnisse liefert, sondern als Werkzeug, das innerhalb der eigenen Gedankenwelt, Recherche und gestalterischen Haltung arbeiten kann. Die Teilnehmenden lernen, wie sie eigene Ideen, Texte, Bilder, Materialien und Erfahrungen so in einen KI-gestützten Arbeitsprozess einbringen, dass daraus etwas Eigenständiges entstehen kann.
Dabei beginnen wir bewusst bei den Grundlagen. Wie „denkt“ eine generative KI überhaupt? Warum entstehen bestimmte Antworten und Bilder? Warum ähneln sich viele KI-Ergebnisse? Und was muss man verändern, damit ein System nicht nur irgendeine plausible Antwort erzeugt, sondern tatsächlich innerhalb des eigenen Projekts sinnvoll arbeitet?
Von dort gehen wir Schritt für Schritt in die praktische Arbeit: von Recherche und Ideenentwicklung über Stoff, Dramaturgie und Text bis zu Bildgestaltung, Storytelling und bewegter Szene. Wir zeigen, wie unterschiedliche KI-Werkzeuge miteinander kombiniert werden können und wie daraus ein zusammenhängender kreativer Workflow entsteht.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, möglichst viele Programme oder den vermeintlich perfekten Prompt kennenzulernen. Werkzeuge verändern sich momentan in sehr kurzen Abständen. Entscheidender ist zu verstehen, welche Prinzipien dahinterstehen und wie man sich einen eigenen Arbeitsprozess aufbaut, der auch mit zukünftigen Werkzeugen funktioniert.
Im praktischen Teil entwickeln und erproben wir solche Arbeitsweisen gemeinsam. Die Teilnehmenden lernen beispielsweise, wie umfangreichere eigene Informationen und Materialien strukturiert werden können, wie KI bei Recherche und Stoffentwicklung unterstützt, wie aus Gedanken visuelle Konzepte entstehen und wie sich daraus schließlich filmische Ansätze und Szenen entwickeln lassen.
Dabei beschäftigen wir uns auch mit den Grenzen dieser Systeme: Wo hilft KI tatsächlich? Wo beginnt sie, Entscheidungen für uns zu treffen? Wie überprüfen wir Ergebnisse? Und wie behalten wir kreative Kontrolle und Autorenschaft? Ein verantwortungsvoller Umgang mit KI gehört deshalb genauso zum Workshop wie das praktische Experimentieren.
Michael und Filipa bringen dabei zwei unterschiedliche Perspektiven zusammen: Film, visuelle Gestaltung und kreative Produktion auf der einen Seite sowie strukturierte Vermittlung und der professionelle Umgang mit KI auf der anderen. Dadurch geht es sowohl um das Machbare als auch um die Frage, wie KI sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden kann.
Die Teilnehmenden erhalten nicht nur Einblicke und Beispiele, sondern auch konkrete Workflows, Vorlagen und Playbooks, mit denen sie nach dem Workshop an eigenen Ideen weiterarbeiten können.
Der Workshop richtet sich an Einsteiger*innen und Neugierige ebenso wie an Menschen, die bereits erste Erfahrungen mit KI gesammelt haben und merken: Da muss mehr möglich sein, als einen Prompt einzugeben und auf ein gutes Ergebnis zu hoffen.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Bitte mitbringen: Notebook zum Mitmachen
Dieses Seminar ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Münchner Film- und Videoclub MFVC, mit Sitz in Germering www.mfvc.org. Mitglieder bekommen eine Ermäßigung.
Michael Campos Viola ist Filmschaffender, Filmproduzent und visueller Künstler. Im Workshop zeigt er praxisnah, wie KI als kreatives Werkzeug für Film, Bild und Storytelling eingesetzt werden kann.